Behutsam und niemals aufdringlich
Festakt zu 25 Jahren Hospizkreis

26.03.2026 Bericht und Fotos von Daniela Allendorf

 
Bernd Jungblut (l.) konnte zahlreiche Gäste zum Festakt im Edith-Stein-Haus begrüßen.

OSTBEVERN „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir heute hier stehen“, sagte Bürgermeister Karl Piochowiak anlässlich des Festaktes zum silbernen Jubiläum des Hospizkreises im Edith-Stein-Haus. Und er blickte dabei deutlich in die Richtung von Hildegard Tünte-Poschmann als eine der treibenden, wenn nicht gar die treibende Kraft bei der Gründung des Hospizkreises. Es habe vor 25 Jahren schon eine Menge Mut gebraucht, einen Verein ins Leben zu rufen, der sich – anders als die vielen anderen Vereine in der Bevergemeinde – mit den Seiten des Lebens befasst, in denen es nicht selbstverständlich ist, dass alles gut ist.

Auch Bürgermeister Karl Piochowiak (l.) ließ es sich nicht nehmen, dem Hospizkreis zu gratulieren und überreichte Bernd Jungblut ein kleines Präsent.

Aber „es ist so wichtig, dass wir so einen Verein in Ostbevern haben“, sagte Piochowiak weiter. Denn der Verein und besonders die Begleiter seien immer behutsam und nicht aufdringlich unterwegs. Und auch wenn man eine sehr junge Gemeinde sei, so werde man doch zunehmend älter. Doch durch die Unterstützung des Hospizkreises sei es möglich, im Alter dem Lebensende in Hoffnung entgegenzugehen. Trotzdem hoffe er, dass man sich in 25 Jahren wiedersehe.
Bernd Jungblut, Vorsitzender des Hospizkreises, betonte noch einmal, dass der Verein für Menschlichkeit, Zuwendung und Fürsorge stehe. Das sei zum einen eine Bereicherung für die vielen Menschen, „die wir begleiten dürfen“. Aber im Besonderen auch eine Bereicherung für die Ehrenamtlichen, die die Begleitung übernehmen.
An die Anfänge des Vereins erinnerte auch Josef Mersmann, der als Gratulant für das Seniorenzentrum St. Anna gekommen war und vor 25 Jahren zu den Gründungsmitgliedern gehörte. Er knüpfte an die Worte des Bürgermeisters an und richtete seinen Blick ebenfalls auf Hildegard Tünte-Poschmann, der die Initialzündung zu verdanken sei.

»Es ist so wichtig, dass wir so einen Verein in Ostbevern haben.«
Bürgermeister Karl Piochowiak anlässlich des Festaktes

Sie habe nicht locker gelassen und auch ihn geschubst und in die richtige Richtung gedrückt, wofür er heute noch dankbar sei. Denn auch heute noch besteht eine gute Zusammenarbeit zwischen der Senioreneinrichtung und dem Hospizkreis.
Doch nicht nur Gratulanten kamen beim Festakt zu Wort. Um den Gästen einen Einblick in die Geschichte des Vereins zu gewähren, hatten die Organisatoren ein Interview mit den Vereinsgründern vorbereitet. Darüber hinaus gab es mehrere musikalische Programmpunkte mit dem Ensemble „Flauto Melodico“ und einen meditativen Text von Ewald Brünen.

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